Tag 5: Eppan – Terlago


Gesamte Tourdaten
385 km – ↑ 5.500 hm – ↓ 6.900 hm – 6 Tage


Etappenlänge
35 km – ↑ 905 hm – ↓ 907 hm


Zwischenstationen

  • Eppan
  • Kalterer See
  • Auer
  • Bahnfahrt nach Trento
  • Sardagna
  • Sopramonte
  • Lago de Terlago
  • Unterkunft: Hotel Lila

Tourbeschreibung

Alle Gewitter sind verflogen, aber die Schwüle & Hitze ist geblieben. Lass uns erst mal gut Frühstücken, da sieht die Welt schon anders aus. Die letzten zwei anstrengenden Tage in den Knochen, das merkt Simone schon langsam. Ist aber normal, aber sie kämpft sich durch.

Heute sind es theoretische 71 km und 1.000 hm. Warum theoretisch? Heute geht es hinunter nach Auer um dann wieder auf langweiligem Radweg, parallel zur Brenner Autobahn bis nach Trento zu fahren. Von dort müssen wir 600 hm nach Sopramonte hinauf. Wir fassen den Entschluss in Auer mit der Bahn bis nach Trento zu fahren, um dieses lästige Stück Radweg zu entgehen. Somit sparen wir uns 36 km und 90 hm. 

Aber soweit sind wir noch nicht, denn ein toller Abschnitt der heutigen Etappe kommt am Anfang – das Waldgebiet vom Mitterberg am Kalterer See. Wir kommen an ein im Wald gelegenes, großes Sportgelände von Eppan vorbei. Hier hat die Deutsche Fußball Nationalmannschaft für die Europameisterschaft trainiert. Was es gebracht hat, wissen wir 😉

Durch tolle Wege, einige knackige aber alles fahrbare Trails,  kleine Waldseen (dem Großen und Kleinen Montiggler Sees ) wurde uns der Start unserer Tour versüßt. Einen ausgesetzten Trail dürfen wird hinab sausen, enge Serpentinen. Ich würde es gerne mal so richtig krachen lassen, aber ich nehme Rücksicht auf Simone. Es macht Spaß hier zu fahren, ich entdecke immer wieder kleine Trails, die ich am liebsten alle rein fahren würde.  Aber der Track des Navigationsgeräts  führt uns weiter zum Kalterer See. Den lassen wir aber links liegen und fahren direkt nach Auer zum Bahnhof. Wir haben 40 Minuten Zeit, also nutzen wir die Gelegenheit für eine kleine Pause an einem Gasthaus.

Die Bahnfahrt mit den Rädern verlief ohne Zwischenfälle und ganz enspannt. Wir sehen parallel den Verlauf des Radweges und haben alles richtig gemacht, uns diesen Abschnitt zu ersparen. Ein Umfahren ist nicht möglich, da dies eine komplett andere Route als Voraussetzung gehabt hätte. Einzig die dunklen Wolken in Trento machten uns etwas sorgen, aber wir hatten bis jetzt Glück, warum sollte uns das verlassen?

Jetzt folgt der Straßenpass hinauf nach Sopramonte. Gut zu fahren, kaum befahren (außen ein paar Motorräder, die diese Serpentienen lieben) und immer hinauf – so schlängelt sich der Weg in die Höhe.  Es ist auch ein beliebter Pass für Rennräder, denn der Weg zieht sich bis zum Monte Bondone auf 2.180 m hinauf. Das macht auf 17 km 1790 Höhenmeter. Wir biegen aber vorher ab. Die dunklen Wolken werden dichter, wir schauen hinab nach Trento und die ersten Donner sind zu hören. Ab und zu fällt mal ein kleiner Tropfen, der verdunstet aber sofort wieder. Also immer weiter hinauf, gleichmäßig aber bestimmt gehts nach oben. Zum Glück spenden Bäume am Straßenrand ihren Schatten, dennoch ist es wieder sehr heiß und unangenehm schwül. 

An einem Brunnen in Sardagna steck ich den Kopfe ins eiskalte Wasser – das tat echt gut! Hier war ich im letzen Jahr beim 2018 AX schon mal. Daneben ist ein kleines Bistro, genau richtig für ein erfrischendes alkoholfreies mineralreiches Bier. Nach dieser verdienten kleinen Pause geht der Pass weiter. Wir hören den Donner, das Gewitter schein aber nicht weiter zu ziehen und bleibt über Trento hängen – wieder mal Glück gehabt. Der Weg teilt sich, links gehts weiter zum Monte Bondone, rechts geht es für uns hinab nach Sopramonte. Jetzt sind es nur noch ein paar Kilometer hinab zum heutigen Etappenziel, dem Lago Terlago.

Genau hier im Hotel Lila habe ich schon 2018 mit meinen Kumpels auf dem Cross übernachtet. Nachdem wir unsere Klamotten gewechselt hatten, haben wir uns ein Bad im See nicht nehmen lassen. Auf der Terrasse genießen wir heute einen Aperol Spitz (oder waren es auch zwei), gefolgt von einem leckeren Abendessen und träumen von der Ankunft morgen am Gardasee…



4. Tag 6. Tag


 

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