Tag 1: Garmisch – Tarrenz


Gesamte Tourdaten
385 km – ↑ 5.500 hm – ↓ 6.900 hm – 6 Tage


Etappenlänge
58 km – ↑ 871 hm – ↓ 744 hm


Zwischenstationen

  • Garmisch
  • Ehrwald
  • Fernpass
  • Nassereith 
  • Tarrenz
  • Unterkunft: Gasthaus Sonne

Tourbeschreibung

Der Wecker klingelt und der erste Gang geht vom Bett direkt zum Fenster, um den Vorhang beiseite zu schieben. Strahlend blauer Himmel, Berggipfel glitzern in der Sonne, wie geil. Schnell die Radklamotten an, Rest in den Rucksack verpackt und ab zum Frühstück. Es kann los gehen…

Jetzt stehen wir da, fertig zum Abenteuer Alpencross 2019. Noch ein Bild für die Erinnerung schießen, Navigationsgerät ein und schon folgen wir dem Track auf der Anzeige. Ich erinnere mich noch genau an meine erste Tour, da hatte ich noch 10-12 Landkarten für den kompletten Cross dabei. Heute plane ich die Etappen am PC und übertrage die Dateien auf mein GPS Gerät. (Garmin GPSMAP 64s)

Es geht gemütlich auf dem Radweg am Waldrand entlang. In Grainau treffen wir auf die Loisach, dem Fluss, der sich vom Fernpass herunter schlängelt. Ab hier beginnt der Radweg, der immer ziemlich parallel zur Strasse verläuft, mal geteert, mal Waldboden dann wieder Schotter. Immer sehr gut und einfach fahrbar. Während man hier fährt merkst du kaum, dass der Weg ständig steigt, ist ja auch nicht verwunderlich, bei gerade mal 2% Steigung auf 20 Km. Aber auch so kann man Höhenmeter sammeln. Es werden bei mir Erinnerungen wach, denn 2006 startete auf gleichem Weg mein erster Cross, damals aber im Regen.

Am Ortsausgang in Ehrwald verlassen wir am Kreisel die Straße und treffen auf einen wunderschönen Lärchenwald. Der Boden ist komplett mit Gras besetzt, die Sonne scheint durch die Baumkronen, ein herrliches Bild. Die ersten Eindrücke begeistern auch Simone, sie ist voller Tatendrang. Der Weg führt am Hang entlang, mal mehr mal weniger steil, an einer Stempelstelle für Wanderer vorbei und letztendlich über einen Trail auf einer Skipiste wieder hinab zur Sommerrodelbahn von Bieberwehr. Ein obligatorisches Foto an einer Bachüberquerung, dann gehts weiter. Am Weißensee gönnen wir uns eine kleine Pause, schauen den Kühen zu, die im See eine Erfrischung genießen, dann geht es richtig los – der Start zum Pass. Ein breiter, sehr gut zu fahrender Schotterweg schlängelt sich den Berg hinauf. Ich erinnerte mich an 2006, da gab es eine Stelle, die sehr heftig war und wir den Berg auf der total verblockten mit Steinbrocken übersäten Via Claudia hochschieben mussten. Dieser Weg gibt es zwar immer noch, man kann ihn aber toll per Serpentinen umfahren. Auch der Schotterweg ist jetzt viel feiner wie damals und echt super zu fahren.

Der erste Gipfel ist erreicht, auch Simone fühlt sich gut, obwohl es sehr warm und schwül geworden ist. Das Foto am Passchild darf natürlich nicht fehlen, dann den Sattel absenken und hinab rauschen, bis wir die Fernpassstraße überquerten. Es folgt eine Holzbrücke, die uns den Weg um eine Felswand ebnet, dann beginnt der Trail bis zum Fernsteinschloß. Auch dieser Weg ist toll zu fahren, 2006 war der sehr verwurzelt und verblockt, jetzt kann man es laufen lassen. Simone hat ein Grinsen im Gesicht, mehr brauch ich dazu nicht zu sagen.

In Nassereith kehren wir ein und lassen uns ein kühles alkoholfreies Weizenbier schmecken. Es folgt nach dem Radweg nach ein schöner Wald- und Forstweg auf der Via Claudia, zum Teil schon etwas Trail lastig. Kurz vor Tarrenz treffen wir auf das Bergbaumuseum mitten im Wald. Von da sind es nur wenige Minuten bis zu unserem Hotel.

Der erste Tag ist geschafft, wir klatschen uns ab und beide blicken auf einen tollen ersten Tag  zurück.
So darf es gerne weiter gehen …

 



Übersicht 2. Tag


 

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