Tag 3: Pfunds – Schlanders


Gesamte Tourdaten
385 km – ↑ 5.500 hm – ↓ 6.900 hm – 6 Tage


Etappenlänge
85 km – ↑ 1.145 hm – ↓ 1.345 hm


Zwischenstationen

  • Pfunds
  • Martina
  • Schwarzersee
  • Nauders
  • Reschenpass
  • Laatsch
  • Glurns
  • Schluderns
  • Schlanders
  • Unterkunft: Goldener Löwe

Tourbeschreibung

Wow – schon wieder purer Sonnenschein, das Thermometer um 9:00 Uhr fast 25 Grad. Das wird ein heißer Tag, dafür geht es heute hoch hinaus. Dieser Tagesabschnitt ist die Königsetappe auf unserem Alpenüberquerung mit 85 km und fast 1.200 hm. Simone hat großen Respekt davor, aber sie will auch diesen Abschnitt meistern.

Der heutige Tag hat 2 Varianten: Zum Einen über die Norbertshöhe auf Straße zum Reschenpass. Das wäre vielleicht bei schlechtem Wetter die richtige Wahl, wir haben uns aber auf die Schotterauffahrt zum Schwarzersee entscheiden.

Nach gutem Frühstück geht es zunächst auf dem Radweg recht unspektakulär weiter Richtung Kajetansbrücke. Hier zweigt die Hauptstraße ab, auf der linken Seite führt Sie auf die für Radfahrrer gesperrte Passstraßen hinauf, auf der Rechten geht unser Weg weiter in die Schweiz nach Martina. Die letzen Kilometer zur Grenze müssen wir auf der Hauptstraße fahren. Es gibt keinen Radweg, da es aber bergab geht, haben wir diesen Abschnitt schnell hinter uns gebracht.

Die Beamten an der Grenze wollten von uns nichts wissen, also weiter auf einem Radweg parallel zum Inn Richtung Strata. Ein umgestürzter Baum versperrt uns den Weg, mit Mühe können wir den aber überwinden, fahren auf einer Holzbrücke über den Inn und dann geht es erst richtig los …

Auf ca. 7 km folgen 700 hm Anstieg. Das erste Drittel auf schönem fahrbaren Schotterweg. Nur ab & zu Schieben wir etwas, als unser Tacho 16% Steigung anzeigt. Aber alles halb so schlimm. Simone kämpft sich Meter für Meter hinauf, sie ist schon eine richtige Bergziege (im positiven Sinn) geworden. Sie hat ihren eigenen Tritt und den kann sie fast unermüdlich lange treten – klasse! Wir folgen dem  ausgeschilderten MTB Weg 443, durchfahren ein ca. 250 Meter langes und finsteres Tunnel, machen ab & zu eine kleine Pause um unsere Beine zu entspannen. Kühles Quellwasser füllt unsere Kehlen und unsere Trinkflaschen.

Dann hört der Schotterweg auf und ein kleiner Pfad beginnt. Wir sind schon im Moorgebiet, denn einige Abschnitte sind mit Holzpaneelen belegt, damit man überhaut den Weg benutzen kann. Aber es macht Spass mit dem Bike dort zu fahren. Kurz vor dem Gipfel wird es noch mal heftig, große Wurzeln und die Steilheit zwingen uns zum Schieben. Auf 1.670 m kommen wir am 3-Ländereck der Grenze Österreich-Schweiz-Italien am Losschrofen (Beschreibung unten bei den Bildern) vorbei, ein Kreuz erinnert an die Gefallenen vom 1799. 

Alles in allem ist der Weg gut schiebbar, nach ca. 1 km ist auch dieser Abschnitt geschafft und wir stehen vor einem herrlich in die Gebirgslandschaft eingebeteten See – dem Schwarzersee. Ein wunderschönes Flecken Erde hier oben auf 1.750 m. Wir haben genügend Zeit um uns eine längere Pause zu gönnen.

Die Abfahrt hinab nach Nauders geht über eine Schotterpiste, teils grobkörnig aber auch feiner Kiesel, aber immer gut fahrbar. Kurve für Kurve, Serpentine für Serpentine gleiten wir dahin im Rausch der Abfahrt, bis wir unten bei Naudern auf die Hauptstraße zum Reschensee treffen. Auch Simone hat ein grinsen im Gesicht – das war geil 😉

Es ist echt heiß, die Sonne sticht, wir haben 34 Grad und der Schweiß tropft. Die letzten Höhenmeter für heute erklimmen wir auf dem Radweg hinauf zum Reschenpass an den Reschensee. Hier machen wir erst mal eine schöne Pause und gönnen uns kühle Getränke und ein Erdbeere-Tiramisu.

Wir umrunden den See auf der linken Seite, lassen uns zwischen drin von der öffentlichen Webcam an der unter Wasser stehenden Kirche fotografieren, und folgen dem Radweg hinab nach Laatsch. Schier endlos rollen wir auf einem kleinen Radweg am Waldrand entlang und lassen uns den erfrischend Wind um die Ohren pfeifen. Es wird immer heißer, der Radweg Richtung Laatsch ist im unteren Teil wegen Bauarbeiten gesperrt, also nehmen wir den kleinen Umweg Richtung Mals um ins Vinschgau zu gelangen.

Es wird immer wärmer, über 40 Grad in der Sonne, und der Radweg nach Schlanders zieht sich. Der Weg führt durch die endlosen Apfelbaumplantagen, macht bei der Hitze nicht wirklich viel Spass. Es kommen ein paar Quellwolken auf, die Hitze ist erstickend und es ist erdrückend heiß.

Aber auch das haben wir geschafft und kommen ausgelaugt an unserem Hotel an.

Nach erfrischender Dusche setzen wir uns in den Biergarten und genießen eine echt leckere Pizza. Es donnert schon in der Nähe – wird sich die Wetterlage umstellen oder ist es nur ein lokales Hitzegewitter? Es fängt an zu schütten begleitet von Blitz & Donner. Alle Gäste springen in die Gaststätte und lassen sich nicht weiter stören. Auch wir nicht, genießen noch den Abend und sind in freudiger Erwartung auf den morgigen Tag…



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