TAG 4: Cortina d’Ampezzo – Falcade


Gesamte Tourdaten 
470 km – ↑ 12.900 hm – ↓ 16.000 hm – 8 Tage


Etappenlänge
46 km – ↑ 1.510 hm – ↓ 2.060 hm


Zwischenstationen

  • Cortina d’Ampezzo
  • Rifugio 5 Torri
  • Strada de la Vena
  • Col
  • Colle Santa Lucia
  • Caprile
  • Vare
  • Canale d Agordo
  • Falcade 
  • Unterkunft: Sport Hotel Cristal

Tour Beschreibung

Was haben wir gut geschlafen, heute ist Halbzeit, der 4. Biketag beginnt. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Nach einem guten Frühstück machen wir unsere Räder startklar, genießen für 5 Minuten und einem Foto die ersten Sonnenstrahlen auf den Liegestühle der Terrasse des Hotels.

Heute morgen geht es gleich richtig zur Sache: Auf 6 km müssen wir 650 Höhenmeter überwinden. Laut Höhenprofil mit viel schieben. Aber soweit sind wir noch nicht, die Straße führt uns erst mal mit leichten 2-3 % Steigung hinauf. Ein Schotterweg zweigt links ab und der Aufstieg beginnt. Sehr steile Rampen wechseln sich mit fahrbaren Abschnitten, es ist mühsam, aber wir lassen uns nicht unter kriegen und schrauben uns so langsam den Berg hinauf. Rampen mit bis zu 18% Steigung stellen sich uns in den Weg, aber wir sind stärker und überwinden auch diese Hindernisse.

Vor uns tummeln sich viele Wanderer – wir haben den ersten Abschnitt erreicht, wir sind auf dem Rufugio 5 Torri. Was für ein Anblick. Hinter der Hütte ragen die Chinque Torri, die „5 Türme“ hervor. Espresso & Fotopause ist angesagt. Man kann gar nicht genug von diesen herrlichen Panoramen erhaschen.

Zum Rifugio Averau hinauf geht es nur noch schiebend, denn jetzt müssen wir auf sehr grobem Schotter innerhalb 2 km 380 hm überwinden. Die Landschaft ist karg, bizarr aber wunderschön. Der Weg sehr steil, aber auch dieses Ziel haben wir erreicht. Es ist sehr frisch hier oben auf 2.417 m, wir liegen gut in der Zeit, also machen wir einen kleinen Einkehrschwung für einen weiteren Kaffee.

Was jetzt folgt, gehört zu den längsten Trailabfahrten, die wir je gefahren sind. Vom Averau hinunter nach Caprile sind es auf 17 km sage und schreibe 1.500 hm, und das zu 80% als gut fahrbarer Trail!! Für mich der absolute Traumtrail. Ich kann das gar nicht in Worte fassen, man muss es einmal selbst erlebt haben und gefahren sein. 4 Biker mit breitem Grinsen im Gesicht sagen mehr als 1.000 Worte.

Mein Plan war, am Lago di Alleghe auf der rechten Uferseite in einem netten Gasthaus eine größere Pause einzulegen. Rechts deshalb, weil wir hier Abseits des Touristenrummels sind und unsere Ruhe haben. Der Weg führt am Fluss Torrente Cordevolle entlang, bis wir schon wieder in eine Sackgasse gelangen, auch dieses mal Baustellen bedingt. Die machen einfach den kompletten Weg dicht, ohne irgendwelche Hinweise. Wieder fast 2 km umsonst gefahren. Also zurück, auf der anderen Flussseite wieder Richtung See, aber auf die rechten Seite kamen wir nicht mehr, alles gesperrt. Also suchten wir uns in der Dorfmitte eine Pizzeria aus und gönnen uns eine kleine Auszeit.

Die versenkbare Sattelstütze von Thomas macht Probleme und fährt nur noch ab & zu hoch. Im Dorf gab es einen kleinen Bikeladen, bei dem wir versucht haben, den Fehler zu finden. Die Anschlussleitung direkt an der Sattelstütze leckt, das Öl trat dort aus. Reparatur ohne entsprechende Ersatzteile unmöglich. Aber als hätten wir das schon im Voraus geahnt,wir fahren alle mit versenkbarer Stütze,  hatten wir eine einfache Sattelstütze als Ersatz für Notfälle mit dabei. Schnellspanner drauf und weiter geht die Fahrt…

Zunächst rauschen wir auf Straße nochmal 400 hm hinab, um den letzen Anstieg für heute in Angriff zu nehmen. Auf schönem Schotterweg geht es über Canale d´Argodo hinauf nach Falcade. 8 km und 430 hm später landen wir an unserem Sporthotel Cristal. Was jetzt kommt kennt ihr schon … richtig … 4 Bierchen für 4 Freunde!

Den Abend lassen wir in einem tollen Restaurant bei lecker Essen ausklingen und beglückwünschten uns zur geschafften „Halbzeit“…


 


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