2023-Tag 3: Teis – Campitello di Fassa


Gesamte Tourdaten
477 km – ↑ 10.840 hm – ↓ 15.690 hm – 8 Tage


Etappenlänge
48,2 km – ↑ 1.590 hm – ↓ 1.910 hm – höchster Gipfel 2.120 m


Zwischenstationen

  • Teis
  • Gufidaun
  • Weidbruck
  • St. Oswald
  • Compatsch
  • Saierseralmbahn
  • Passo Duron
  • Val Duron
  • Campitello di Fassa
  • Übernachtung: Hotel Stella Montis


Tour Beschreibung 

Der neue Tag begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein und einem atemberaubenden Ausblick aus dem Fenster. Der Wecker klingelt um 7:00 Uhr und wir sind voller Vorfreude auf das, was uns heute erwartet. Ein köstliches Frühstück im Hotel stärkt uns für die bevorstehende Tour.

Am Morgen die Sonne zu genießen und den Wind bei einer erfrischenden Abfahrt zu spüren, ohne dabei viel Anstrengung aufbringen zu müssen, ist einfach herrlich. Die Strecke führt zunächst auf Schotter und dann auf einer kleinen Nebenstraße entlang des idyllischen Gehöfts Außermühl. Eine Brücke ist gesperrt, aber wir finden problemlos eine Umleitung auf einem kleinen Pfad, der uns über einen Bach führt. Die Behelfsbrücke aus Holz sorgt für ein abenteuerliches Gefühl und wir wissen nun, dass auf dieser Straße uns keine Autos entgegen kommen, geschweige denn überholen.

In Gudo führt uns die Route von der Straße auf einen Wanderweg, der sich zu einem aufregenden Pfad entwickelt, der ständig auf und ab verläuft. Das Radfahren macht hier besonders viel Spaß, auch wenn die Temperaturen bereits morgens 27 Grad erreichen. Glücklicherweise führt uns der Großteil der Strecke aktuell durch schattigen Wald, was die Hitze erträglicher macht. Doch als wir die Waldfläche verlassen und am Hang entlangfahren, sind wir mitten in der Sonne, während wir hinab ins Tal und auf den Ort Klausen blicken.

Beim Ansitz Lusenegg in Lajen treffen wir auf Europas größten Kastanienbaum. Mit einem Umfang von 13,30 Meter und einem Alter von 600-800 Jahren steht der Baum sehr stattlich vor uns. Beeindruckt von seiner Größe und majestätischen Erscheinung machen wir einige Fotos und genießen die Ruhe inmitten der Natur, bevor wir auf kleinen Wegen und Straßen nach Waidbruck weiterfahren. Dort legen wir an einem Supermarkt eine Rast ein, kaufen uns kalte Getränke und Snacks, um uns für die bevorstehenden 650 Höhenmeter am Stück zu stärken.

Die Hauptstraße ist viel befahren und führt uns zunächst in Richtung Kastelruth. Dieses Dorf ist durch die Kastelruther Spatzen sehr berühm geworden, ist aber nicht ganz unsere Musikrichtung. Doch dann biegen wir rechts ab und nehmen die asphaltierten Nebenstraßen, die uns viel ruhiger und ohne großen Verkehr immer weiter nach oben nach Seis am Schlern führt. Die Hitze von 35 Grad und die Rampen von 15-18% stellen eine Herausforderung dar, aber wir lassen uns Zeit und gönnen uns eine Rast an einem Biergarten in Sankt Oswald. Dort genießen wir ein alkoholfreies Weizen und entdecken nebenan ein kleines Bauernmuseum, das uns einen interessanten Einblick in die Vergangenheit bietet. Es ist erstaunlich zu bedenken, wie die Menschen früher gelebt haben und wir fragen uns, was wohl die Zukunft für die kommenden Generationen bereithält.

Die Talstation der Seiseralmbahn ist unser nächstes Etappenziel, die wir 5 Kilometer und 350 Höhenmeter später auch erreichen. Eine 4,4 Kilometer lange Gondelfahrt bietet uns einen fantastischen Blick auf die umliegende Bergwelt. Oben angekommen, erwartet uns ein beeindruckender Rundumblick über die größte Hochalm Europas, die Seiser Alm , doch wegen des Trubels entscheiden wir uns, bald weiterzufahren. Der Weg führt natürlich wieder bergauf, aber wir nehmen uns Zeit, um die atemberaubende Natur und die traumhafte Landschaft zu genießen. Je höher wir steigen, desto weniger Wanderer treffen wir an und wir spüren die Freiheit und Unbeschwertheit dieser einmaligen Erfahrung.

Der Hunger meldet sich, aber wir haben ein Ziel vor Augen: Die Mahlknechthütte. Noch 8 Kilometer und 300 Höhenmeter trennen uns davon und wir machen uns voller Vorfreude auf den Weg. Es zieht sich ein wenig, der Magen knurrt, die Pedal-Umdrehungen werden schneller. Geschafft, malerisch steht die Hütte vor uns, daneben eine Scheune an einem kleinen See. Ein herrliches Fotomotiv. Auch die phantastische Bergwelt um uns herum brennt sich in Erinnerungen ein. Nach einer kleinen Mahlzeit und einem alkoholfreien Bier geht die Reise weiter. 

Die anfänglichen 150 Höhenmeter hinauf zum Mahlknechtsjoch sind eine kleine Herausforderung, aber dann erwartet uns eine grandiose Belohnung: eine 700 Höhenmeter lange Abfahrt durch das beeindruckende Val Duron. Der Schotterweg schlängelt sich durch die Natur, mal grober, mal feiner Untergrund, und wir genießen das Gefühl der Geschwindigkeit, während wir hinunter nach Campitello di Fassa gleiten. Das war eine super tolle Abfahrt in mitten einer grandiosen Gebirgslandschaft.

Nach fast 1.600 bewältigten Höhenmetern kehren wir mit vielen positiven Erlebnissen und Eindrücken ins Hotel ein. Die Hitze war herausfordernd, aber die Freude überwiegt und bleibt uns in Erinnerung. Wie immer schließen wir den Tag mit einem begeisterten Abklatschen und einem erfrischenden Aperol-Spritz ab, denn das ist zu einer schönen Tradition geworden.

Morgen liegt ein neues Abenteuer vor uns und wir sind gespannt darauf, welche unvergesslichen Momente und Naturschönheiten uns auf unserer Reise durch die Alpen erwarten. Das Gefühl von Freiheit und die enge Gemeinschaft unter uns lassen voller Vorfreude auf das kommende Etappenziel blicken. Der AX2023 ist eine Reise, die uns immer wieder mit unvergesslichen Erlebnissen beschenkt und uns die Schönheit der Natur hautnah erleben lässt. Und so freuen wir uns auf das, was uns morgen auf unserer Tour durch die Alpen erwarten wird!

 


 
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