Tag 8: Breguzzo -> Torbole


Gesamte Tourdaten 
470 km – ↑ 14.699 hm – ↓ 15.908 hm – 7,5 Tage


Etappenlänge
80 km – ↑ 2.843 hm – ↓ 3.731 hm – Fahrzeit: 8:06 Std.


Zwischenstationen

  • Breguzzo
  • Malga Cadria
  • Lago di Ledro
  • Tremalzo
  • Ponale
  • Riva

Tour Beschreibung

80 km und 2.800 hm stehen auf dem Plan .. und das am letzten Tag! Aber wir haben es so gewollt. Einziger Trost – Sonnenschein pur!

Unser erster Gipfel heißt heute Malga Cadria. Es geht auf einer Strecke von 10 km ca. 1.200 hm hinauf. Anfangs auf Schotter gut fahrbar, dann geht’s auf einem kleinen Trail bergauf. Wir können lange fahren, bis die Steilheit uns aus dem Sattel zwingt.

Schroffe Felsen, eine tolle Aussicht, ein echt gelungener Übergang.
Hoffentlich wird die Anfahrt auch so toll.

Die letzen Meter schieben wir. Ein kleiner Pfad schlängelt sich zwischen hohem Gras dem Gipfel entgegen. Rechts geht’s steil hinunter, links schaut man eine Felswand hinauf. Es ist zwar anstrengend, aber macht bei dem Panorama und dem Sonnenschein wirklich Spaß.

Geschafft – der Übergang mit herrlichem Trail und kleinem See. Baden würde ich nicht, wir schätzen 5 Grad kaltes Wasser 😉

Der Trail mündet in eine Almwiese, hinter den Häusern geht’s rechts weiter. Wir fühlen uns fast wie Skifahrer auf einer “Schwarzen Piste”. Auf Gras und Kuhfladen finden wir kaum den Weg, das GPS zeigt uns aber präzise die Richtung an.

Tolle Aussicht, in Hintergrund ist schon der Lago di Ledro zu sehn. Der Trail wird verblockt, die Steine gröber. Ab & Zu steigen wir ab, dennoch macht es einen Heiden Spaß.

Hinab in die Tiefe …

Es folgt eine super steile Abfahrt in einem Wald. Fotos haben wir hier keine gemacht. Ein schmaler Schotterweg im Wald mit tiefem Schatten gibt kein gutes Motiv ab. Und die Steilheit kann man auf einem Foto doch nicht erkennen. Aber die Daten sagen alles: Auf 3,5 km Länge vernichten wir 870 hm. Im Schnitt also 25% Gefälle !!!

Mittagspause: Hier hätten wir die Möglichkeit, über den Lago di Ledro  zum Gardasee zu gelangen. Wir haben erst 14:00 Uhr, ein Telefonat mit unseren Frauen ergab, dass sie auch noch unterwegs sind. Also Essen wir eine Kleinigkeit und machen uns auf, den Letzen Gipfel unserer Tour zu erklimmen: Den Straßenpass Tremalzo.

Auf 14 Km geht es nochmals 1050 hm hinauf. Der Weg zieht sich. Ausgeruht könnte man den Pass in einem Abspulen, doch nach 8 Biketagen werden die Oberschenkel immer härter. Je höher wir kommen, desto mehr ziehen sich die Wolken zu einer Gewitterformation zusammen. Nebel kommt auf, es wird kühl.

Der Straßenteil des Passes ist geschafft – es folgt noch ein Stück auf Schotter bis hoch zum Tunnel.

Schlechte Sicht, aber dennoch glücklich, es wieder geschafft zu haben. Pause – Panorama genießen – weiter nach unten treiben lassen.

Nebelschwaden verschlingen die kleinen Militärstraßen, es geht stets Abwärts bis zum Passo Nota.

Weitere 6 Km im Wechsel bergauf – bergab. Unsere Kräfte schwinden. Es zieht sich. Man hat nach dem Passo Nota eigentlich schon den Gardasee im Kopf. Hinter jeder Kurve vermutet man den ersten Blick auf den See. Doch man wird immer wieder Enttäuscht und es kommt noch ein kleiner Buckel oder Abfahrt. Vielleicht ist es auch nur die Sehnsucht, endlich anzukommen.

Kurz hinter dem Monte Guil auf 1.300 Hm erhaschen wir den Blick auf den See. Wir merken plötzlich, dass bereits die Sonne hinter den Bergen verschwindet! Wir haben schon Ende September, da geht die Sonne natürlich deutlich früher unter als wir sonst Anfang August unterwegs sind.

Lass uns den Rest vollbringen und zum krönenden Abschluss auf der Ponalestrasse hinunter fahren. Es zweigen 3 Wege auf fast gleicher Höhe ab. Nach ca. 10 min. merken wir, dass wir wahrscheinlich den falschen Weg erwischt haben, denn er ist nicht mehr fahrbar. Große Felsbrocken sperren den Weg. Ich kenne die Abfahrt eigentlich anders. Wieder zurücklaufen wollten wir auch nicht, denn es ging teilweise steil nach unten. Laut GPS führt unser Weg auch in die gewollte Richtung. Es wird dunkler, die Sonnenbrille wird verpackt, denn wir laufen in mitten der kleinen Wälder einen sehr schlechten Pfad hinab. Unten sehen wir Lichter – sehr weit unten. Das muss das kleine Örtchen Pregasina sein. Weit scheint es nicht zu sein, aber sehr steil nach unten.

Wir können kaum noch den Weg vor Dunkelheit erkennen. Es wird gefährlich, denn wir müssen immer wieder größere Felsbrocken mit den Bikes in der Hand hinunter klettern. Man sieht durch die Bäume kaum den Weg. Was hilft: Wir nehmen das GPS Gerät, stellen die Hintergrundbeleuchtung auf volle Pulle und leuchten uns so den Weg. Ich schau auf die Uhr: 19:30! Kurzer Anruf an unsere Frauen, die schon in Riva del Garda auf uns warten.

Ich mache es kurz: Um 21:00 Uhr erreichen wir völlig fertig den Marktplatz von Riva. Vom Tremalzo Tunnel haben wir doch sage und schreibe 3,5 Std. gebraucht. Erleichtert begrüßen wir unsere Frauen, suchen uns ein Lokal und gönnen uns erst einmal ein tolles Essen… was für ein Trip!

Was für ein Abschluss eines wunderbaren Alpencrosses! Es waren nochmals 5 tolle Urlaubstage mit unsern Frauen, mit viel Sonne und Entspannung pur! Wir sind heil ohne Stürze am Ziel angekommen. Das ist das Wichtigste. Es war ein wunderschöner Cross mit allem, was dazu gehört – inkl. unvorhersehbarem Ende 😉


  7. Tag


 

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