Tag 6: Passo Tornale -> Madonna


Gesamte Tourdaten
363 km – ↑ 11.020 hm – ↓ 12.916 hm – 6,5 Tage


Etappenlänge
47 km – ↑ 1.609 hm – ↓ 1.983 hm – Fahrzeit: 5:36 Std.


Zwischenstationen

  • Passo Tonale
  • Cortina
  • Ossana
  • Malge alte di Fazzon
  • Rifugio Orso Bruno
  • Campo Caro Magno
  • Madonna di Campiglio
  • Unterkunft: Hotel Italo

Tour Beschreibung

Blauer Himmel, Nebel durchstreift die Gipfel der Berge, es sieht mal wieder nach einem richtig tollen Tag aus. Unsere Strecke heute kenne ich zu 70%, zumindest die tolle Abfahrt, die bald kommt. Aber zunächst müssen wir ca. 180 hm parallel zu den Seilbahnen hoch. Dann der Blick auf die umliegenden Gipfle – herrlich! Kurze Rast an einem alten, geschichtsträchtigen Bunker.

Es geht dann auf einem alten Militärpfad hinunter nach Fucine. Der Weg ist echt klasse, manchmal etwas ausgesetzt, auf der rechten Seite schaust du in die Tiefe. Die Sonne scheint, aber auf der Anderen Seite kommen erste dunkle Wolken auf – nur nicht irritieren lassen und weiter die Abfahrt genießen.

In Ossana gönnen wir uns in einer kleinen Bar einen frisch zubereiteten Espresso – lecker! Der gehört in Italien zum Grundnahrungsmittel und ist dafür sehr günstig. An der Tresen ohne Bedienung haben wir den immer für 80 Cent getrunken. heute wollen wir mal nicht den Klassiker Dimaro – Madonna fahren, sondern haben uns wieder an der Transalp orientiert. Das hat ja gestern top geklappt, warum auch nicht heute.

Aus Ossana heraus gehts zunächst auf Straße hoch. Der Weg wird zur steilen Schotterpiste, sehr steil. Ich frage mich, wie die Transalp Teilnehmer hier in einem Rennen hoch strampeln. Wir steigen öfter mal ab und schieben. Es wird merklich frischer, ein Wind zieht auf und die Wolken türmen sich über uns. Aber noch ist es trocken.

Wir erreichen die Malga Alta, eine kleine Käserei mit Restaurant. Zunächst sitzen wir draußen auf Holzstämmen und Bänken und studieren die Speisekarte. Erste Tropfen fallen, Wind frischt auf, es wird ungemütlich. Alle Anwesenden stürzen ins keine Restaurant, wir mitten drin. Lecker Käse, Mich und heißen Kaffee, das sind die Zutaten, die Wohlbefinden auslösen. Wir sitzen schon eine Stunde hier drin, aber das Wetter will nicht besser werden. Wir haben Zeit, jede Menge zeit, also muss ein zweiter Gang her und wir lassen es uns schmecken.

Eine weitere Stunde später fassen wir den Entschluss trotz Regen weiter zu fahren. Regensachen anziehen, Trinkflaschen füllen und auf gehts. Teilweise können wir fahren, immer öfter leider nicht. Es wird sehr steil, parallel zu einer Seilbahn geht der Weg steil nach oben. Draußen nass und kühl, innen schwitzend. Unendliche Zeit später sind wir oben an der Bergstation einer Seilbahn. Ich bemerke, dass ich ja hier schon einmal hier war. 2011 sind wir wegen Magen – Darm Probleme hier mit der Gondel rauf. Das Rifugio Orso Bruno. Es herrscht ein eiskalter Wind, es tröpfelt nur noch leicht, aber die Schuhe sind durchnässt. 2 Stunden im schüttenden Dauerregen zeigen ihren Tribut.

Da es jetzt bergab gehen soll, ziehen wir uns etwas wärmer an und machen uns fröstelnd los. Kalter Wind bläst dir ins Gesicht, die Schotterabfahrt ist schnell und nass, dann geht es wieder bergauf. Wir kommen auf einen Pfad mitten im Wald, ein sehr unsagbares Gelände, teilweise wie im Urwald durch Hölzer und Schlamm. Das zerrt an unserer Kondition und der Weg zieht sich dadurch. Bike heben, Bäume liegen quer, Schlammlöcher überziehen den Weg. Wie sollen hier 1000 Mountainbike auf einem Transalp Rennen hier durch? Es wundert uns schon ein wenig, aber durch das laufen merken wir die Kälte nicht mehr. 

In Campo Caro Magno ist der Spuk vorbei, an eine Holztränke befreien wir uns und unsere Bikes von Matsch & Dreck. Nach Madonna di Campiglio ist es nicht mehr so spektakulär, wir sind aber dennoch froh im Hotel Hotel Italo anzukommen. Das Hotel kenne ich schon von meiner Rennradtour aus 2013. Tolles Essen, klasse Service.

Morgen ist schon der letze Tag, träumen wir aber erst mal vom heutig erlebten …

 

 


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