Tag 4: Taufers -> Sondolo


Gesamte Tourdaten
423 km – ↑ 9.907 hm – ↓ 12.773 hm – 7 Tage


Etappenlänge
75 km – ↑ 1.414 hm – ↓ 1.734 hm – Fahrzeit: 4:49 Std.


Zwischenstationen

  • Taufers
  • Müstair
  • Santa Maria
  • Döss Radond
  • Val Mora
  • Lago di Cancano
  • Torre de Fraele
  • Bormio
  • Sondalo
  • Unterkunft: Albergo Rezia

Tour Beschreibung

Der Blick am Morgen aus dem Fenster: Stark bewölkt aber kein Regen. Vielleicht haben wir heute etwas mehr Glück. Ein gutes und ausgiebiges Frühstück, anschließend die Bikes fertig machen und auf in den nächsten Kampf: 850 Höhenmeter Schotterweg am Stück bis zum Döss Radond erwarten uns. 

Wir schlängeln uns den steilen Schotterweg empor, steil aber meist fahrbar und mit toller Aussicht. So geht es 8 Kilometer immer aufwärts. Zwischendurch immer wieder ein Fotostopp, der kommt auch unseren Beinen zu gute. Eine traumhafte Kulisse, einsame Bergwelt, Gipfel im Sonnenschein, man wird eins mit der Natur.

Tritt für Tritt im kleinen Gang, verloren in unserer Gedankenwelt, erreichen wir den erste Pass für heute: 2.230 Meter. Wir müssen weiter und es folgt ein Traum von herrlichen Wiesen, Trails und Forstwegen ins Val Mora. Und wieder überschreiten wir die «Grüne Grenze», dieses Mal von der Schweiz nach Italien. Das Val Mora gehört zu den schönsten und landschaftlich unberührtesten Tälern der Alpen. Die Hochebene erreicht fast eine Länge von 30 Kilometern! Hier liegt übrigens der höchst gelegene Arvenwald Europas. Sogar auf den Bergspitzen ziert sich Jungarve an Jungarve. Durch dieses im unteren Teil völlig unbesiedelte Tal zieht sich eine schmaler Trampelpfad am Hang entlang.

Der Pfad ist größtenteils fahrbar, es gibt aber immer wieder – je nach individuellem Fahrkönnen – mehr oder weniger kurze Schiebepassagen verursacht durch Geröllabgänge. Das Val Mora ist ein herrliches Tal, das man einfach erlebt haben muss. Nach dem Passo de Fraéle folgen wir der breiten Schotterstraße zum riesigen Stausee Lago Cancano und zu den sagenumwobenen Schotter-Serpentinen Tori di Fraéle. Von zwei alten Türmen am Ende konnte vom 15. bis zum 17. Jahrhundert der Passweg bis nach Bormio hin gut kontrolliert werden. Einen Turm kann man heute noch besteigen und die tolle Aussicht der schier endlos scheinenden Serpentinen genießen.

Die Abfahrt hinunter nach Bormio macht Spaß, wir vernichten wieder mal jede menge Höhenmeter. Unten angekommen geht es auf Land- und Nebenstraßen leicht bergab. Die Sonne brennt wieder, immerhin besser als im Regen zu fahren. In Sondalo geht es nochmals 110 m hoch zum Hotel Rezina.

Mit der Stadt Sondalo haben Jürgen & ich eigentlich keine guten Erinnerungen, denn der Alpencross 2009 endete hier im Krankenhaus. Das wollen wir aber ganz schnell vergessen, lassen uns das Abendessen gut schmecken und freuen uns auf den nächsten Tag…

 

 


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