Tag 2: Igls -> Ratsching


Gesamte Tourdaten:  
470 km – ↑ 14.699 hm – ↓ 15.908 hm – 7,5 Tage


Etappenlänge
78 km – ↑ 2.154 hm – ↓ 2.217 hm – Fahrzeit: 5:49 Std.


Zwischenstationen

  • Igls
  • Steinach
  • Sattelberg
  • Kreuzjoch
  • Flachjoch
  • Sandjoch
  • Sterzing
  • Mareta
  • Ratschingen
  • Unterkunft: Hotel Haller

Tour Beschreibung

Gestern noch so schön und heute … regen, nichts als dunkle Wolken und regen. Nach einem anständigen Frühstück packen wir alles in unsere Rucksäcke, ziehen unsere Regenklamotten an und machen uns voller Hoffnung auf besseres Wetter Richtung Brenner. 

Die Bergspitzen schauen aus den Wolken heraus, ab und zu sind sie sogar leicht mit Schnee bedeckt. Schon gut, wir haben September. Da kann es schon mal vorkommen, dass es in höheren Lagen anfängt zu Schneien. Wahr haben will man es dennoch nicht. Radwege, kleine Nebenstraßen, ab und zu ein kleiner Trail, so schlängelt sich unser Weg Richtung Grenze. Die Brenner Autobahn bekommen wir des öfteren zu Gesicht, der Regen hat fast aufgehört, dennoch ist es kühl und nebelig. Auf dem einen Bild kann man über der Autobahn unseren ersten richtigen Gipfel sehen, den Sattelberg. Links davon auf der Lichtung befindet sich eine kleine Hütte, die Sattelbergalm, dort wollen wir die erste Rast einlegen. Auf Schotter zunächst langsam, dann immer steiler werdend, treten wir dem Berg entgegen. Bis wir oben sind fängt es wieder leicht an zu regnen. 

In der Hütte lassen wir uns einen Pott Kaffee schmecken und die warme Gulaschsuppe lässt unsere kühlen Körper aufwachen. Ein Blick aus dem Fenster zeigt uns eine aufgerissene Wolkendecke – die Hoffnung auf besseres Wetter stirbt zum Schluss. Jürgen und ich unterhalten uns noch über den so genannten “Bösen Bauer”, der kurz nach der Hütte an der Grenze zu Italien sein Unwesen treibt. Er lässt auf seinem Grundstück keine Mountainbiker durch, soll mit einem Gewehr dort oben auf die Ankömmlinge warten. Wenn Ihr mal im Internet bei einer Suchmaschine das Wort “Böser Bauer” eintippt, findet ihr massenweise Berichte darüber.

Das Wetter klart auf, wir machen uns auf zum ersten Gipfelsturm.

Nach ca. 1 Km führt der Schotterweg gut fahrbar gerade aus, wir als Mountainbiker müssen die offiziell ausgeschilderte MTB-Schiebestrecke benutzen. (so geht man dem Bauer aus dem Weg). Es geht sehr heftig zur Sache, sehr steil und steinig immer weiter hinauf. Der Weg wird etwas besser, an fahren ist allerdings nicht zu denken. Also schieben wir weiter bis auf 2.000 Meter über dem Meer. 

Halb verfallene alte Bunkeranlagen im undurchsichtigen Nebel spiegeln ein düsteres Bild von ehemaligen Kriegsschauplätzen wieder. Für uns Biker ist der Brenner-Grenzkamm einer der einfachsten Hauptkamm-Pässe. Doch nicht nur das Panorama, auch Mussolinis Schießscharten und Bunker wirken beeindruckend. Die Strecke geht von Gries am Brenner über die Sattelbergalm und Sandjoch (2.166 m) bis hinunter nach Sterzing. Schade, dass der Nebel den weiten Ausblick nicht erlaubt, aber es macht schon Spaß immer entlang der 2.000 Meter Grenze entlang zu fahren. Leider schafft es die Durchschnittstemperatur heute nicht über 7 Grand hinaus! 

Nach 78 Km und 2.150 Hm erreichen wir um ca. 19:00 Uhr unser Hotel in Ratschingen. Nach einer schönen heißen Dusche und dem ersten Weizenbier essen wir uns im Hotel richtig satt und freuen uns schon auf den morgigen, anstrengend Tag: Denn es geht zur Schneebergscharte auf 2.725 m


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