Tag 1: Sulzbach -> Lindau (Bahn) -> Heiden (Bike)


Gesamte Tourdaten  
394 km – ↑ 11.788 hm – ↓ 12.305 hm – 5,5 Tage


Etappenlänge
38 km – ↑ 489 hm – ↓ 113 hm – Fahrzeit: 2:09 Std.


Zwischenstationen

  • Lindau
  • Bregenz
  • Rheineck
  • Heiden
  • Unterkunft: Hotel/Kurhaus Sunnemnatt (hat geschlossen)

Tour Beschreibung

Im Vorfeld werden bereits Wetten bei uns im Mountainbike-Verein angenommen. Schaffen es Jürgen und Gerald dieses Jahr bei gutem Wetter loszufahren, oder wird es wieder gleich am ersten Tag regnen?

In den vergangen drei Tourstarts mussten wir immer im Regen losfahren. Dies ist der 4. Alpencross von Jürgen und mir. Irgendwann haben wir doch einmal eine Abfahrt bei schönem Wetter verdient, oder nicht? Schon viele Tage zuvor sitzen wir am Computer und verfolgen die Vorhersagen. Es gibt eine tolle Internetseite aus der Schweiz, die alles nötige bereit stellt. Die Schneefallwahrscheinlichkeit, Hochs- und Tiefs, Luftdruck, Windstärke, Prognosen für die Landwirtschaft und vieles mehr. Es sieht sehr viel versprechend aus, aber die Meteorologen haben uns schon so manchen Streich gespielt! Wie wird es dieses Jahr? 

Das obligatorische Frühstück mit unseren Familien findet dieses Jahr wieder bei uns statt, dieses Mal aber ziemlich früh um 7:30 Uhr. Wir können uns bis 9:00 Uhr Zeit lassen, dann machen wir uns bei herrlichem Sonnenschein und nach einem Abschiedsfoto auf zum Aschaffenburger Hauptbahnhof. Im Gepäck ein Wochenendticket der deutschen Bahn für nur 69,00 Euro für zwei Personen nach Lindau an den Bodensee. Besser, schneller und billiger geht es nicht. Pünktlich geht die Reise los, erster Halt ist in Darmstadt, dann geht es über Stuttgart, Ulm, Memmingen und pünktlich und entspannt ist auch die Ankunft am Bodensee.

Der kleine Hauptbahnhof liegt 100 Meter vom Bodensee entfernt, ist voller Touristen und Badegäste. Ja, wir haben es wirklich dieses Jahr geschafft. Unser Alpencross beginnt bei herrlichem Sonnenschein, die Sonnenstrahlen wärmen spontan unsere vom stundenlangen Sitzen müde gewordene Glieder. Schnell noch ein paar Bilder, ein kleines Gruppenfoto lassen wir von einem vorbeilaufenden Touristen von uns machen. Traumhafte 28 Grad, der See liegt ruhig vor uns, doch die Touristen und Badeurlauber überfüllen die Strände. Heute ist Samstag und Feiertag, also auch die Einheimischen fühlen sich im Getümmel wohl, aber wir wollen weg, ab in die Einsamkeit der Berge und hinaus in die freie Natur. Das Unternehmen Transalp 2009 kann beginnen.

Die erste Etappe soll zum lockeren Einrollen dienen. Sie ist gerade mal 38 Kilometer lang und hat zum Ende hin noch einen Anstieg von 5 Kilometer und circa 400 Höhenmeter. Genau richtig, um sich nach der Bahnfahrt zu entspannen und aufs Kommende zu freuen. Vom Bahnhof geht es in die sehenswerte Altstadt, eine gemütliche Einrollstrecke immer entlang des Bodensees liegt vor uns. Keine Steigung, immer auf dem asphaltierten Radweg, dem ein oder anderen Badegast, Kinderwagenschieber und Biker überholend, bis wir an die Bregenzer Arch, ein etwa 80 Kilometer langer Zufluss des Bodensees ankommen. Wir haben gar nicht gemerkt, dass wir schon die Grenze zu Österreich überschritten haben, machen eine kleine Pause und schauen einem Angler zu, der inmitten der Arch steht und versucht, sein Abendessen zu fangen.

In St. Margarethen passieren wir die Grenze zur Schweiz, kein Beamter in Sicht, alles ganz relaxed und easy. Es ist sehr warm, dennoch ist alles wirklich angenehm zu ertragen. Am Himmel entdecken wir einen Zeppelin bemalt mit einem riesigem Werbebanner, der über den Bodensee hinweg gleitet. In Rheineck, an einem kleinen Dorfbrunnen, füllen wir erst mal unsere Flaschen mit frischem und kalten Wasser auf. Ganz nebenbei gönnen uns noch ein leckeres Eis aus dem Supermarkt, bevor der erste Anstieg auf uns wartet.

Es sind 30 Grad und auf einer kleinen Nebenstraße schlängelt sich die Strecke um ein paar Kurven hinauf, so erklimmen wir Meter um Meter die ersten anstrengenden Höhen. Ein Fotostopp mit fantastischem Ausblick auf den Bodensee heißt uns willkommen. Traumhaft der Ausblick auf den endlos erscheinenden See, ein paar Berggipfel am Rande und vor uns die weidenden Kühe beim gemütlichen Fressen. Wir erreichen schwitzend aber nicht völlig außer Puste das Ortsschild Heiden, unserem heutigen Etappenziel. Schnell führt uns das GPS-Gerät Richtung Gasthaus. Kurz einchecken, Zimmer beziehen und duschen. Wir haben ein riesiges und tolles Appartement mit großem Kaminzimmer bezogen, das ist heute wohl sicherlich unnötig bei den Temperaturen.

Ein kleiner Spaziergang im Ort verkürzt uns die Wartezeit zum Abendessen. Auf der Sonnenterasse unser Pension bekommen wir ein echt leckereres 3-Gängemenü «à la carte» serviert. Ein kühles Bier und ein Eis zum Schluss rundet den Tag ab, es wird Zeit fürs Bettchen. Langsam fallen die müden Lieder zu und wir tauchen ein in den Traum zum zweiten Tag, unserer ersten wirklichen Alpenetappe…

 


Übersicht 2. Tag


 

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